Nabu Burgdorf-Lehrte-Uetze Mehlschwalben Osteraktion

 

NABU verschenkt Nester zu Ostern

 

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Mehlschwalbe
Foto: NABU/Fotonatur

 

Auch Tiere freuen sich über ein schönes Nest, dachte der NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze und entschloss sich unter der Leitung von NABU-Mitglied Dagmar Hartmann zu einer kleinen Osteraktion. Im Mittelpunkt dieser „Nest“-Aktion stehen Schwalben, genauer gesagt Mehlschwalben.

 

Aus Bastelaktionen mit Kindern aus der NAJU-Gruppe und einer Gruppe von Flüchtlingskindern entstanden 20 Mehlschwalbennester ,die nun ihrer Bestimmung zugeführt werden sollen. Mehlschwalben bauen ihre Nester aus Lehm, den sie mit Speichel zu festen Klümpchen vermischen, künstliche Nisthilfen werden aus einer Mischung von Stuckgips und Sägemehl hergestellt. Die Kinder zeigten sich alle sehr geschickt und so entstanden die exklusiven Mehlschwalben-Eigenheime. Nun fragen sich viele, warum brauchen Mehlschwalben Nisthilfen? Einige denken vielleicht auch: „Es gibt doch genug davon und Nester können die selber bauen!“ Tatsächlich haben es Mehlschwalben aber immer schwerer. Der NABU verzeichnet jedes Jahr Bestandsrückgänge. Mittlerweile stehen die als Glücksbringer bezeichneten Vögel auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere. Dieser Trend soll laut NABU in den meisten Regionen auf Verluste an Brutmöglichkeiten, ein verringertes Angebot an Insektennahrung und die immer noch anzutreffende mutwillige und übrigens auch verbotene Zerstörung von Nestern zurückzuführen sein. Hierzu gab es vom NABU ja schon einige Informationsabende und Führungen in der Region. Um diesem Problem nun auch praktisch entgegenzuwirken, möchte der NABU Mehlschwalbennester an Bürger in der Region verschenken. Diese sollten natürlich in einem schwalbentauglichen Gebiet wohnen.

 

Hierzu einige NABU-Hinweise: Mehlschwalben sind auf ein üppiges Angebot an Insekten angewiesen, so dass sie überwiegend in Gebieten mit Viehhaltung oder größeren Feuchtgebieten anzutreffen sind. Dabei brüten Mehlschwalben zumeist unter dem Dachüberstand, während Rauchschwalben im Inneren von Stallgebäuden nisten.

 

Doch auch in solch ländlichen Gebieten finden die Schwalben in den oft nach städtischem Muster angelegten Ziergärten kein Baumaterial mehr für ihre Nester. Man kann daher den sympathischen „Dauer-Zwitscherern“ durch eine stets feucht gehaltene Lehmpfütze helfen. In Gebieten mit ausreichendem Nahrungsangebot, aber Mangel an Lehmpfützen ,ist es dann sinnvoll, künstliche Mehlschwalbennester anzubringen. Da sie Koloniebrüter sind, sollte man stets mehrere Nester nebeneinander anbringen. Noch ein Tipp: 30 cm breite Bretter, die mindestens 70 cm unter den Nestern angebracht werden sollten, schützen vor herabfallendem Kot.

 

Außerdem werden Naturfreunde, die sich an ihrem Gebäude für den Schwalbenschutz einsetzen, mit der neugeschaffenen Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ vom NABU ausgezeichnet ! Laut NABU gibt es unter den Schwalbenfreunden viele Berichte über echte Glücksgefühle, wenn man im Juni die ersten Jung-Schwalben das Nest verlassen sieht und sie dabei ihre ersten Flugübungen vollziehen.

 

Wenn Sie auch den Mehlschwalben helfen wollen, können Sie auch selbst Nester bauen. Der NABU bietet dazu eine Bauanleitung an, die Sie sich hier herunterladen können: Bauanleitung - Mehlschwalbennest .

 

 

 

Unsere Aktion in der Presse

Sie können sich hier einen Presseartikel zu unserer Aktion ansehen:

Artikel in der HAZ

 

Mehlschwalbennest - Bauanleitung

Sie können sich einen Bauanleitung für ein Mehlschwalbennest von der NABU-Internetseite herunterladen:

Bauanleitung - Mehlschwalbennest

 

Das Schwalbenjahr

Mehr Informationen zu den Sommerboten auf Achse finden Sie hier:

Das Schwalbenjahr